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HTI HEZEL KG Fachgroßhandel für Bau- und Industriebedarf |
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| "Vom Neckar ins Glas" (Bericht unserer Auszubildenden Maren Möpps und Julian Hogl) Der Zweckverband Filderwasserversorgung (Fiwa) wurde im Jahr 1904 als eigenständiger Verband gegründet. Das Versorgungsgebiet umfasst folgende Gemeinden (Wasserverbrauch 2005 in cbm): > Aichtal (384.300) > Altdorf (59.700) > Filderstadt (2.456.100) > Großbettlingen (177.000) > Leinfelden-Echterdingen (2.483.400) > Neckartailfingen (185.100) > Neckartenzlingen (166.500) > Neuhausen (583.400) > Ostfildern (747.400) > Wolfschlugen (284.200) 2,5 Mio. cbm Trinkwasser werden dabei im Wasserwerk bei Neckartailfingen gewonnen, rund 5,0 Mio. cbm stammen zwischenzeitlich von der Bodenseewasserversorgung. In der sog. Schaltwarte, die im Jahr 1994 neu gebaut wurde, werden alle Daten mit modernster Computertechnik überwacht und ausgewertet. Hier laufen alle Informationen über Wasserstand, evtl. Störungen, mögliche Sicherheitsrisiken, etc. ein. Von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr ist die Leitwarte besetzt, danach wird das Geschehen durch eine Rufbereitschaft per Laptop von zu Hause überwacht. Dort wird dann entschieden, ob das vorliegende Problem am Laptop gelöst werden kann, oder ob ein direkter Eingriff vor Ort notwendig ist (beispielsweise bei einem Rohrbruch). Im Stadtteil Echterdingen im Hochbehälter Riesenschanze befindet sich der größte Behälter der Fiwa mit einem Fassungsvermögen von 20.000 cbm Wasser. Das Trinkwasser gelangt von dort in verschiedene Zonen, z. B. in die sogenannte Hochzone. Dort muss mit einer Pumpe Druck erzeugt werden, um das Wasser weiter zu befördern, wobei dieser in der Niederzone durch den Höhenunterschied schon gewährleistet ist. Der Zweckverband ist verantwortlich für die Wasserqualität des Trinkwassers bis zum Hochbehälter (=Speicherbecken). In jedem Hochbehälter muss immer eine Feuerlöschreserve vorhanden sein. Die Filderwasserversorgung hat 16 Wasserspeicher mit 6 Druckerhöhungsanlagen vor Ort, die ein Speichervolumen von zusammen genommen 46.650 cbm haben. Aufbereitung des Wassers Stufe 1: Das Wasser wird aus dem Neckar geholt und durch sogenannte Schnellfilter geleitet. Unter einem Schnellfilter kann man sich einen großen Tank vorstellen, in dem sich verschiedene Sand- und Kiesschichten, angefangen mit Aktivkohle befinden, durch die das Wasser durchsickern muss. Stufe 2: Nach dieser Grobreinigung wird das Wasser zum Sandfilter befördert. Dieser befindet sich quasi mitten im Wald (natürlich in der Trinkwasserschutzzone!). Es handelt sich um ein Becken, das mit Sand gefüllt ist. Das Wasser wird mit einer Sprinkleranlage gleichmäßig auf dem Sand verteilt und versickert. Nachdem es diese 60 - 80 cm dicke Sandschicht durchdrungen hat, wird es dem Grundwasser zugeführt. Zwei Sickerleitungen fassen das Wasser und führen es in ein Brunnenhaus. Stufe 3: Danach gelangt es in die 2007 gebaute Ultrafiltrationsanlage. Diese enthält unter anderem ca. 100 Module. Jedes Modulrohr besteht aus zahlreichen Modulfasern. 1700 Fasern befinden sich in einem Modulrohr. Das Wasser wird mit einer Pumpe durch die Module gedrückt und verlässt gereinigt die Anlage. Die Funktionsweise einer Ultrafiltrationsanlage sind Bakterien, Viren, Algen und Trübstoffe aus dem Wasser zu entfernen. Stufe 4: Um eine bakteriologisch einwandfreie Beschaffenheit des Wassers auf seinem langen Weg zum Verbraucher zu erhalten, wird dem Wasser Chlor für den Transport beigegeben. Nun ist das aufbereitete Neckar-Wasser zu dem Lebensmittel schlechthin geworden. |
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